Backup Strategie

Aperture Beispiel-Workflows: Beschreibe hier deinen derzeitigen Arbeitsablauf in Aperture.
GFHardy

Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 27.11.2013, 18:31

Hallo,

wie ist Eure Backup Strategie? Bin mir nicht sicher. Vielleicht übertreibe ich auch, aber nachdem ich eine ganze Reihe Bilder verloren hatte (wie das passiert ist, weiß ich gar nicht. Plötzlich waren ganze Wochen von der Platte weg?!) will ich lieber auf Nummer sicher gehen. Dachte bis vor einigen Wo, dass Raid Platten sicher sind.

Habe eine Synology DS 213+ mit zwei 3 TB Platten im RAID 1 Modus. Da läuft TM drauf und sichert den iMac.
Daran wollte ich ggf eine Platte fürs Backup anschließen und mit dem Synology Tool Backup laufen lassen.
Was könnte dafür in Frage kommen? Freecom 3TB externe Festplatte Quattro oder LaCie d2 Quadra USB 3.0 oder G-TECHNOLOGY G-Drive 4TB HDD oder?

Dann habe ich über FW 800 noch eine 3 Jahre alte LaCie 2big Quadra mit zwei 2 TB Platten im RAID 1 Modus angeschlossen. Da werden meine Bilder als Backup gesichert. Auch hier erhebt sich die Frage nach einer Backup Platte s.o.

Was ratet Ihr mir? Oder ist die so gedachte Sicherungsstrategie von mir verkehrt?

Benutzeravatar
jenso
Exposure Value 4
Beiträge: 135
Registriert: 16.04.2012, 18:26

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon jenso » 27.11.2013, 19:40

Habe Dir eben, an anderem Orte, eine ausführliche Antwort getippt…
Hier gibt es ein paar Ergebnisse zu sehen:
(http://www.flickr.com/photos/101989736@N03/)

saeco
Exposure Value 6
Beiträge: 281
Registriert: 09.06.2012, 09:21

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon saeco » 27.11.2013, 23:29

Hallo Gerhard,

ich sichere meine Macs ebenfalls per Time Machine auf eine Synology DS-213+. Mit Carbon Copy Cloner sichere ich dann einmal pro Woche den kompletten Mac auf eine externe USB-Festplatte. Was Aperture betrifft, sichert AP sich selbst auf ein Verzeichnis auf meinem Mac mini Server, der sich wiederum per Time Machine ebenfalls auf das NAS sichert. Momentan bin ich am überlegen, ob ich nicht das Paket "Time Backup" von Synology nutzen soll, was mir zusätzlich das gesamte NAS auf eine am NAS angeschlossene USB-Festplatte sichert.

Mag alles für den ein oder anderen übertrieben klingen, aber ich hatte in der Vergangenheit schon mehrmals Probleme mit Time Machine, mal in Verbindung mit externen USB-Festplatten, mal mit der entsprechenden Time Machine-Funktion des OSX Servers.

Passiert ist Gott sei Dank nie etwas, aber es war ärgerlich wenn die über Monate aufgebaute TM-Sicherung von jetzt auf gleich unbrauchbar wird und diese wieder komplett von vorne beginnt. Deshalb lieber einmal zuviel gesichert, als einmal zu wenig.

Gruß,
Wolfgang

Benutzeravatar
jenso
Exposure Value 4
Beiträge: 135
Registriert: 16.04.2012, 18:26

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon jenso » 28.11.2013, 10:31

Hallo, Wolfgang!

Du sprichst mir aus der Seele und machst es ganz ähnlich wie ich (TimeMachine, CCC).

Allerdings nutze ich bereits mit „Erfolg“ auch schon das TimeBackUp an meiner Synology (gleiches Modell) und außerdem habe ich noch TimeCapsules in Betrieb, für jeweils weitere Datensicherungen.

Nicht zuletzt: in einer guten, sicheren und verschlüsselten (!) Cloud liegt alles noch einmal vor
(deren Zeitaufwand beim allersten Backup ist enorm, aber später bemerkt man es gar nicht mehr, weil es automatisiert in der Nacht erfolgt).

Es gibt nichts Schlimmeres als Datenverluste und ich selbst bin lieber „paranoid“ und mache eine Sicherung zuviel, als etwas Unwiederbringliches zu verschlampen…
Hier gibt es ein paar Ergebnisse zu sehen:
(http://www.flickr.com/photos/101989736@N03/)

GFHardy

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 28.11.2013, 15:27

Frage ist halt immer noch, mit welcher Software Backup erstellen und worauf.
Auf der NAS läuft nicht nur TM.
Die TC haben wir als WLAN repeater angeschafft, da ansonsten im 1.OG kein Signal gewesen wäre. Und die Festplatte beim Mac mini sieht aus wie ein Mac mini und ist via FW800 mit 1TB angeschlossen.
Zuletzt geändert von GFHardy am 10.12.2013, 17:31, insgesamt 2-mal geändert.

ObiTobi
Exposure Value 8
Beiträge: 505
Registriert: 23.01.2011, 12:54
Kontaktdaten:

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 30.11.2013, 22:25

Hallo Gerhard,

ich wurde Dir als alles erstes dringend anraten Dir wirklich zu überlegen - Was wirklich passiert ist, dass Du Bilder verloren hast.

Dadurch wirst die wohl nicht wieder bekommen, aber es wird Dir, so fern Du nicht zu den Menschen gehörst die mehrfach den gleichen Fehler machen, wiederholtes Verlust erspart bleiben.

Ich habe in den letzten ~30 Jahren 2 Mal Daten wegen eigener Dummheit verloren.

Es gibt bei Backup etliche Kleinigkeiten die man beachten soll, sonst wird es früher oder später in einer Katastrophe enden
1. Es muss einfach und ohne zusätzlichen Aufwand laufen
2. Es muss einfach und ohne zusätzlichen Aufwand laufen
3. Es will regelmäßig überprüft werden ob auch ein Restore funktioniert/ funktionieren kann
4. Es will regelmäßig überprüft werden ob auch ein Restore funktioniert/ funktionieren kann

Ja die Punkte sind extra doppelt.
1 und 2 - ist zum erstellen von Backup etwas was ich immer machen muss, woran ich denken muss, ist es die erste Anlaufstelle warum ein Backup nicht gemacht wird. Der Mensch ist faul und vergesslich
3 und 4 - prüfe ich nicht "ständig" ob das ein Mal eingerichtete Backup noch an meine aktuelle Situation passt, laufe ich das Risiko, dass es nicht die Änderungen die ich an meiner Quelle vorgenommen habe wirklich in Backup berücksichtigt werden und damit gar kein Backup vorhanden ist.

Das so in allgemeinen.
Wie sichere ich meine Daten/ Fotos.

Wenn ich Unterwegs bin, kann es eben passieren, dass es mehrere Tage dauert und ich also schon unterwegs die Bilder von den Karten irgendwo Speichen muss.
Mit einem eigenem Script (OSX - AppleScript), kopiere ich die Bilder in eine Sparsebundle (wird beim Import erstellt) auf der interner SSD, gleichzeitig werden die Fotos auf externe Platte in bestimmte Verzeichnisstruktur kopiert. Sind Beie Vorgänge erfolgreich gelaufen, werden die Fotos auf der Karte gelöscht.
Damit habe ich erste Sicherheit Unterwegs, sollte die SSD oder externe Platte versagen....ist das andere da. Wird mir mein Equipment geklaut oder geht ganzes Rücksack oder wo es verstaut war verloren....ist natürlich alles weg.

Wenn ich jetzt nach Hause komme, kommt (Syncovery) zum Einsatz. Die Software schaut sich die Externe Platte an und Synchronisiert Inhalt mit einem Verzeichnis auf der NAS. Sind die Daten Synchron, wird das Sparsebundle auf der interner SSD gelöscht.

Damit habe ich die Fotos auf 2 verschiedenen Plätzen.
Weiter geht es mit NAS.
Ich habe wie irgendwo hier bzw. auch in meinem Blog vermerkt dieses Jahr ein eigenes NAS gebaut. Das war alles andere als einfach (in meinem Fall. Für viele "normale" Benutzer wären viele Sachen die ich brauche total unwichtig). Mit dem eingesetzten Filesystem ZFS bin ich aber allen im Home/ SmalBusines Bereich kaufbaren NAS Systemen Lichtjahre voran. (Das so am Rande)
In der NAS gibt es 2 Bereiche (1. Time Machine, 2. Daten). Das erste erklärt sich von selbst. Das 2-te Bereich ist in mehrere Freigaben unterteilt. Eins davon ist Fotografie.

In der Freigabe Fotografie liegen sowohl die Bilder selbst wie auch die Aperture Library, LR Katalog usw. Nein genutzt werden die Library/ Katalog natürlich von der lokalen SSD. Hier ist nur eine Sicherung!!!

Damit habe ich erst mal sichergestellt, dass Daten an unterschiedlichen Plätzen liegen und bei ZFS sind die schon sicher :D
Was damit nicht abgesichert wird - eigene Dummheit (selbst Daten gelöscht und das an 2 Stellen!!!), Einbruch und Diebstahl, Hausbrand. Hier musste also noch was passieren.

Und ist passiert - ich habe mir 2 USB 3.0 4 TB Platten gekauft und die werden Abwechselnd am Wochenende an der NAS angeschlossen und über rsync mit "schlauer" ZFS Snapshot-Technik und wie TM mit Hardlinks gesichert.
Nur am WE, weil ich damit jetzt nicht soooo viel mache, dass ich es wirklich öfter sichern muss. Damit habe ich auch ein Medium außerhalb des Hauses (Arbeitsplatz).


Jetzt noch ein Satz zu den Prüfungen wg. Sicherung. Irgendwann boote ich meine Rechner. Mal ist das nach 2 Wochen, mal nach einem Monat. Irgendwann halt. Ab und zu stecke ich den Stick dann rein und mache folgendes:
- Platte reparieren (auch wenn es nicht notwendig ist, hat in den letzten 5 Jahren OSX 3-4 mal schon was repariert)
- Rechte reparieren (ist auch nicht notwendig aber wenn ich eh schon dabei bin....auf die 2 Minuten kommt es dann auch nicht an)

Versuchen das System über TM wiederherzustellen. Kommt es so weit dass man das Backup auswählen kann und letztes OK klicken kann, ist es bis jetzt immer ohne Probleme gelaufen.
Ab und zu nach so einem Reboot gehe ich hin und direkt nach der Anmeldung starte ich TM und mache eine Sicherung ohne dass irgendwelche Programme laufen.

Auch wenn ich ein selbstgebautes NAS nutze und vorher eine Linux-Server für TM hatte ich noch nie damit Probleme. Aber wie gesagt - ich kontrolliere es ab und zu was so alles passiert :) und zwar egal von wem es kommt.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter bei Deiner Überlegung. Mache es aber nicht zu kompliziert. Man braucht als Backup keine technische Herausforderung sondern Sicherheit :D
Grüße aus Münsterland
Robert


http://www.momentsoftime.org

Benutzeravatar
jenso
Exposure Value 4
Beiträge: 135
Registriert: 16.04.2012, 18:26

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon jenso » 01.12.2013, 09:53

Ich möchte einfach „Danke!“ sagen, Robert,

für den feinen Beitrag. Nicht nur, weil ich es ähnlich halte, sondern - vor allem! - weil Du Sinn und Zweck der Sicherungen ganz prima dargelegt hast.
Und – SEHR wichtig – auf die Prüfung der Maßnahmen hinwiesest: wenn man nie ein Restore versucht hat, so lebt man in enorm trügerischer (oder vielleicht sogar nur scheinbarer) Sicherheit.

Einen link zu Deinem Aufsatz werde ich speichern und gelegentlich Fragende (faulerweise) darauf verweisen.

Einen einzigen relevanten Unterschied zu meinem eigenen Vorgehen sehe ich darin, daß ICH außerdem noch eine Sicherung in eine sichere, europäische Bezahl-Cloud laufen habe.
Als letzten Rettungsstrick, sozusagen.
Hier gibt es ein paar Ergebnisse zu sehen:
(http://www.flickr.com/photos/101989736@N03/)

ObiTobi
Exposure Value 8
Beiträge: 505
Registriert: 23.01.2011, 12:54
Kontaktdaten:

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 01.12.2013, 12:29

Ich habe jetzt Dein Beitrag zu Anlass genommen und mein Text etwas verändert und in meinem Blog unter Software hingepackt :D
Demnächst werde ich noch das leidige Thema - mehrere Rechner und Aperture oder Lightroom aufgreifen. Zumal ich jetzt selbst davon betroffen bin. Mal schauen ob das was ich mir schon vor langer Zeit zu recht gebastelt habe, auch wirklich funktioniert/ funktionieren kann.


Ach ja - danke für die Blumen :D
Grüße aus Münsterland
Robert


http://www.momentsoftime.org

GFHardy

Danke Robert

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 01.12.2013, 19:11

für Deine Darstellung. :D
Werde mir mein Konzept (s. zeichnerische Darstellung) noch mal durch den Kopf gehen lassen und Deine wertvollen Hinweise bedenken.

Momentan komme ich nicht mehr auf die TM dran, die auf die DS213+ sichert. Keine Ahnung woran das wieder liegt. Lief bisher monatelang ohne Mucken. Dabei wurde mir das, was Du schriebst wegen der Rücksicherung sehr bewusst. Was wenn so was mal passiert? Dann hilft die beste Datensicherung nichts.

Also, ich komme auf die DS über den finder, nur TM hat Probleme. Erkennt den Zugriff von admin nicht an: OSStatus-Fehler 2

Aber das ist ein anderes Thema. Ich diskutiere dies gerade auf der Apfelinsel.
http://www.apfelinsel.de/forum/index.ph ... l#msg89523

Jedenfalls werde ich dies sicher mit in das endgültige Konzept einfließen lassen.

Danke allen, die Tipps und Hinweise gegeben haben.
:)

ObiTobi
Exposure Value 8
Beiträge: 505
Registriert: 23.01.2011, 12:54
Kontaktdaten:

Re: Danke Robert

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 01.12.2013, 20:08

Hallo Gerhard,

auch Dir danke für die Blumen :D

GFHardy hat geschrieben:Momentan komme ich nicht mehr auf die TM dran, die auf die DS213+ sichert. Keine Ahnung woran das wieder liegt. Lief bisher monatelang ohne Mucken. Dabei wurde mir das, was Du schriebst wegen der Rücksicherung sehr bewusst. Was wenn so was mal passiert? Dann hilft die beste Datensicherung nichts.


Nun, das ist eben ein Punkt warum ich mich trotz der Schwierigkeiten für ein Selbstbau-NAS entschieden.
An der Stelle ist auch aus eigener Erfahrung - erst mal gar nichts neu Konfigurieren oder verändern!!!.
Grund für diese Empfehlung ist ganz einfach - EDV ist kein Woodoo, spricht hier passiert nichts ohne dass ein Grund dafür gab. Ja der Grund kann auch ein Programmfehler sein ;)

Also was tun? - Fahre erst mal Dein Mac oder besser alle Macs die irgendein Zugriff auf das NAS haben runter. Nicht Reboot sondern Ausschalten. Wenn das geschehen ist - bootest Du das NAS.
In meinem Umfeld hat das schon immer gereicht. AFP ist dummerweise ein sehr wackeliges Protokoll. Dabei scheint mir Apple bastelt daran aber ohne eine Grunderneuerung machen zu wollen.
TM ist dabei nur Leidtragendes System. Hier kommen noch weitere Kleinigkeiten mit Maverick. Apple hat die Extended Attribute erweitert/ verändert. Damit kommt z.Z noch kein System klar. Endergebnis sowohl auf der Mac Seite wird ein Overhead produziert, weil ständig wird bemängelt, dass man die falsche Dateilänge sieht. Auf der anderer Seite also NAS genauso, nur hier "wundert" man sich, dass nach etwas was nicht existent ist gesucht wird.
Es muss also das netatalk Protokoll um Maverick Erweiterungen erweitert werden, dann wird man wieder mehr Ruhe bekommen.

Und noch ein Tipp - Du hast mehrere Macs - wenn einer etwas nicht macht, ist es Sinnvoll zu prüfen ob der andere auch das gleiche Problem hat. ist das der Fall, ist die Chance groß, dass das Problem auf der NAS Seite liegt, sonst eher hat der Mac selbst einen kurzen Schluckauf bekommen.
Grüße aus Münsterland
Robert


http://www.momentsoftime.org

GFHardy

Re: Backup Strategie

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 10.12.2013, 17:50

Neues Update DS brachte Abhilfe.

Ohne Titel.jpg


So nun habe ich mal alles auf automatischen / halbautomatischen Betrieb optimiert.

TM läuft brav und zuverlässig. Bilder kommen getrennt auf die DAS.
BackupPlatten kommen bald mal und dann muss ich noch testen, wie ein Restore läuft.
So sollte es dann passen.

:D

Übrigens:

markkujath hat geschrieben:Aber gerne ;-)

Ein weiteres interessantes Thema für Workflow ist übrigens das Thema Datensicherung, dazu werde ich im Winter noch ein Video machen...


Da freue ich mich schon drauf. Bin gespannt

;)


Zurück zu „Beispiel Workflows von Aperture Benutzern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste