Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Erfahrungsaustausch zu PlugIns, die für Aperture verfügbar sind. Welche bewähren sich, welche weniger ...
ktmgeri
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Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ktmgeri » 26.05.2011, 08:12

Hallo!

Wende mich an dieses Forum mit folgender Frage:

Interessiere mich für die Complete Edition der Nik Software. Hab jetzt mal die HP von Nik sowie die einzelnen Handbücher gelesen und daraus geht hervor, dass ich bei der RAW-Konvertierung das Schärfen und die Rauschminderung deaktivieren sollte und als ersten Schritt DFine oder den RAW Sharpener über das Foto laufen lassen sollte.

Dadurch hab ich aber vor jeder weiteren Bearbeitung anstatt der RAW eine TIFF... Hab ich dadurch keinen Nachteil bei der weiteren Bildbearbeitung?


Danke, fg

Geri

Aaanalog
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon Aaanalog » 26.05.2011, 10:11

Wie ich gelernt habe, bearbeitet man in Aperture ja NIE das originale RAW.

Man bekommt also eine virtuelle Kopie angezeigt, die so aussieht wie das unbearbeitete RAW. Was ich bzgl. der Nik-Filter in Aperture sagen kann, das ist folgendes: Nachdem ein Filter-Plugin angewendet wurde hat man innerhalb von Aperture eine Kopie des Bildes, wohl eine virtuelle Kopie. Der Vorteil ist das man dies nun direkt mit dem originalen Bild vergleichen kann. Man kann dieses Bild dann direkt exportieren in jedes von Aperture angebotene Format.

Einziger Nachteil, wenn man Filter-Plugins in RAW-Konvertern einsetzt ist der das man den Filter immer auf das gesamte Bild anwenden muss.

In Photoshop arbeiten die Nik-Filter so, das man auf Wunsch auch Bereiche Maskieren kann ;)
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Frank700
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon Frank700 » 26.05.2011, 14:29

Hi,

so stimmt das nicht. Wenn ein PlugIn angewendet wurde, wurde auch ein Tiff erzeugt, in dem dann nicht mehr alle RAW-Möglichkeiten bearbeitbar sind. Deshalb benutzt man die Plugins am Besten erst nach der RAW-Grundbearbeitung. Aus eigener Erfahrung kann ich mit nicht für das Dfine Entrauschfilter erwärmen, nehme lieber andere, und die auch erst in Photoshop. Genauso das Schärfen. Das sollte man erst nach aller Bearbeitung und dann kurz vor der Ausgabe für den jeweiligen Zweck vornehmen.

Beste Grüße
Frank

ObiTobi
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 26.05.2011, 20:23

Hallo zusammen,

@Aaanalog

da hat Frank recht - wenn ein Plug_in zum Einsatz kommt wird entweder TIFF oder PSD Datei erzeugt. Das ist in meinen Augen zwar ein Manko von Aperture - Apple will wohl die Schnittstelle nicht öffnen.

EIn Plug-In muss nicht zwingend auf gesamtes Bild angewendet werden - es kommt halt auf Plug-Ins an. Bin zwar jetzt nicht 100% sicher und für nachgucken bin ich im Moment zu faul, aber selbst bei den NIK Plug-Ins gibt es welche die nur auf ganzes Bild angewendet werden und welche wo man Bereiche ausschließen kann.
Dfine und Sharpener können glaube ich nur ganzes Bild

@Frank700

Also Entrauschen sollte man aber möglichst Früh, sonst wird z.B bei Kontrast Regelung Rauschen noch verstärkt.

Was Dfine betrifft bin ich gleicher Meinung. Dafür setze ich Noise-Ninja ein.


@ktmgeri
Nun Der Nachteil ist, die Datenmenge die u.U produziert wird (Anzahl der Plug-Ins die zum Einsatz kommen.). Da TIFF (16Bit) Qualitativ keine Einschränkungen hat ist es kein Nachteil mit dem Format zu arbeiten.

Gruß Robert
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon Aaanalog » 26.05.2011, 20:32

Nun ja, sobald man ein PlugIn aus Aperture heraus anwendet wird eine Kopie erstellt die dann im besten Fall ein 16-Bit-TIFF ist. Da Aperture aber nicht nur ein Bildbetrachtungsprogramm ist, sondern ein RAW-Konverter mit dem man die RAWs entwickelt, ist es imho vertretbar, das nicht eine originale RAW-Datei mit getätigten Anpassungen exportiert wird, wozu auch.

Wenn man unbedingt möchte, kann man das Original Exportieren und dann händisch in z.B. Photoshop öffnen, aber ob das sinnvoll ist eine RAW Datei 2 mal zu entwickeln, das muss jeder selbst wissen.

Bei allen Nik-Filtern fehlt in Aperture die Schaltfläche für den Pinsel um zu maskieren.
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 26.05.2011, 21:33

Aaanalog hat geschrieben:Nun ja, sobald man ein PlugIn aus Aperture heraus anwendet wird eine Kopie erstellt die dann im besten Fall ein 16-Bit-TIFF ist. Da Aperture aber nicht nur ein Bildbetrachtungsprogramm ist, sondern ein RAW-Konverter mit dem man die RAWs entwickelt, ist es imho vertretbar, das nicht eine originale RAW-Datei mit getätigten Anpassungen exportiert wird, wozu auch.


Nun ja, wenn es im Plug-In Schnittstelle geht, kann ich Dir nur empfehlen Bibble Pro sich anzugucken.
Auf Grund der für Plug-Ins Entwickler "offener" und definierter Schnittstelle, wird nichts exportiert o.ä. Die Plug_ins werden quasi Bestandteil vom Hauptprogramm.
daraus ergeben sich mindestens 2 Vorteile
- es werden keine zusätzliche Dateien (TIFFS oder PSD oder...) produziert
- wenn man sich doch in einem späterem Step überlegt auf eine Plug_in Bearbeitung zu verzichten dann schaltet man bei dem Foto den Plug_in ab und die Änderungen sind weg. Alle andere Änderungen die davor oder danach gemacht worden sind beliben natürlich erhalten.
Bei AP ist so etwas z.B gar nicht möglich.

Aaanalog hat geschrieben:Bei allen Nik-Filtern fehlt in Aperture die Schaltfläche für den Pinsel um zu maskieren.


Du hast da zwar kein Aperture Pinsel aber den Plug-In eigenen (zumindest in einigen davon)

Gruß Robert
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon Aaanalog » 26.05.2011, 21:43

Ja Robert, sicher gibt es andere Programme die das eleganter lösen, ich habe mich nun aber nach dem Umstieg von Windows auf den Mac für Aperture entschieden und damals eh genug Geld kaputt gemacht weil ich vorher Lightroom hatte.

Wenn es darum geht Schritte rückgängig zu machen bzw. wenn ich weiß es wird eine aufwendige Bearbeitung, dann exportiere ich eine Arbeitsdatei je nach Zweck (Print oder Web) und arbeite dann in Photoshop mit Smartfiltern, dann läßt sich alles was man mit den Nik-Filtern macht später ändern.

In Aperture gibt es meines Wissens keine Möglichkeit in einem Nik-Filter zu pinseln... sieh Bild.
Dateianhänge
Bildschirmfoto 2011-05-26 um 22.44.23.png
Nik Filter in Aperture
Bildschirmfoto 2011-05-26 um 22.44.23.png (361.35 KiB) 11964 mal betrachtet
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ktmgeri » 28.05.2011, 15:36

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe mich jetzt nach "kurzen" Test`s von Lightroom und Bibble dazu entschlossen, endgültig bei Aperture zu bleiben und deshalb investiere ich auch nun in die Nik Plug-Ins.

Danke, fg

Geri

turgeon
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon turgeon » 20.11.2011, 20:27

Ich habe den Thread nun mal gelesen und bis dato bin ich immer davon ausgegangen, das ich durch die tiff Datei einen Nachteil habe, vokalem bei der Datenmenge 60MB pro Bild, wenn man z.B. mit Nik HDR rangeht.
Aber es scheint keine Lösung zu geben um das jpg. oder raw File in Aperture zu bearbeiten und wieder zurückzuführen.
Der Schritt Photoshop im Workflow einzubinden, ist mir zu kostspielig, denn 1000 EUR sind einfach zu viel.

Falls jemand von euch noch eine Idee oder Anmerkung hat, dann gern jederzeit.

GFHardy

Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 12.05.2012, 17:26

darf ich dieses Thema noch mal anwärmen?

Bin gerade dabei mir zu überlegen, ob die Anschaffung von plugIns wie von Nik überhaupt sinnvoll ist. Daher möchte ich die Erfahrenen unter Euch fragen, was Ihr denn macht.
Reichen denn die Bordmittel von Aperture nicht aus, um selektiv nachzuschärfen etc. ?
Was machen Filter wie sharpener besser?

Und Photoshop kommt für mich auch nicht in Frage. Für die 1000€ kaufe ich mir lieber ein neues Objektiv. Außerdem ist Gimp 2.8 nun noch näher an PS gerückt. :-)

ObiTobi
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 12.05.2012, 23:35

Hallo Gerhard,

mein ganz, ganz persönlicher und sehr subjektiver Eindruck. Nein man braucht keine NIK Filter, zumindest nicht wenn man es mit Aperture oder LR benutzen will.

Ich habe mir die NIK Filter und dann auch noch das ganze Zeug von OnOne Software angeschaut. Auf den ersten und auch zweiten Blick alles super und nett nur dann habe ich mich gefragt was ich damit wirklich erreichen will bzw. was es mir wirklich bringen soll. Bin zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Tools kein Photoshop (hier nur als Synonym für Bildbearbeitung) ersetzen können. Will ich wirklich ganz genau arbeiten und alles was nur geht aus einem Bild rausholen, dann muss eh Photoshop ran. Wenn ich wirklich sicher wäre, dass ich das nie brauchen werde bzw. machen wurde, dann unterstützen die natürlich jemanden dabei schnell und durchaus effizient ans Ziel zu kommen.

Kurz also - wirst Du 100% alles in Aperture machen wollen, dann können die Tools sehr hilfreich sein, im anderen Fall kosten die nur Geld und bringen nichts was man mit Photoshop eh nicht erreichen könnte.


Und wegen Gimp und Photoshop - schaue Dir Photoline an. Kostet gerade 80 EUR und kann zum Teil sogar mehr als Photoshop. Einige Sachen gehen viel einfacher und effizienter als bei Photoshop.
Nichts gegen Gimp (habe es auch einige Jahre genutzt), ohne 16 Bit Unterstützung die es nach wie vor nicht gibt ist es für eine halbwegs Professionelle Bildbearbeitung ungeeignet. Einige andere Features sind auch noch nicht implementiert. Trotzdem ist es eine sehr gute Software die man auf jedem Fall im Auge behalten soll. Was man meiner Meinung nach nicht machen soll -auf der einer Seite hohe Ansprüche zu stellen (sehr guter RAW Konverter wie z.B Aperture es ohne Zweifel ist) auf der anderer gleich herbe Verluste zu akzeptieren bei einer unnötiger Konvertierung.

Robert
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GFHardy

Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon GFHardy » 13.05.2012, 09:10

Danke Robert für Deine Einschätzung.
So ähnlich sehe ich das auch.
Na ja, Gimp ist mit 16bit Verarbeitung pro Farbkanal sehr weit und wird das wohl in der nächsten Version 2.10 bzw. 3 voll integriert haben.

ObiTobi
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Re: Verständnisfrage Nik Software - Plug-Ins

Ungelesener Beitragvon ObiTobi » 13.05.2012, 23:06

GFHardy hat geschrieben:Na ja, Gimp ist mit 16bit Verarbeitung pro Farbkanal sehr weit und wird das wohl in der nächsten Version 2.10 bzw. 3 voll integriert haben.


Noch mal nichts gegen Gimp habe ich wirklich sehr lange dran festgehalten (selbst nach dem Umstieg auf Mac) aber dieses "Märchen" (etwas überspitzt) konnte ich irgendwann einfach nicht mehr hören. Ich habe mich entschlossen, dass ich meine Bilder mit für mich bestmöglicher Qualität JETZT SOFORT und nicht irgendwann bearbeiten können will.

Robert
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