Abwedeln von Bildern

Allgemeine Themen rund um die Bearbeitung digitaler Bilddaten in Aperture und anderen Programmen
ralf
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Abwedeln von Bildern

Ungelesener Beitragvon ralf » 11.02.2006, 18:50

Es wundert mich, dass kaum jemand das patielle Abwedeln (Aufhellen oder Abdunkeln der Lichter/Mitteltöne/Tiefen) einzelner Bereiche des Fotos.
Ist ja ein typischies auch aus der Dunkelkammer bekanntes Fotobearbeitungstool.
Neben dem Stempeln, mit dem ich bei Aperture immer noch auf Kriegsfuss stehe, weil man nicht beleibig ein- und auszoomen kann – warum eigentlich nicht??? – ist das die nichtvorhandene individualle Beeinflussung der häufigste Grund, warum mir die verlustfreie Bearbeitung kaum was bringt, da ich doch immer wieder in Photoshop arbeiten muss.
Das dumme – erneutes Abspeichern passiert natürlich als tiff, da wiederholtes komprimieren ja Qualitätsverluste mit sich bringen würde.
Da ich mit 12,8 Megapixelna rbeite, bläht das die Datenbank in nullkomma nichts riesig auf :-((((

tristan
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Ungelesener Beitragvon tristan » 11.02.2006, 19:45

Blöde Frage - kann man das nicht auch mit einer Gradationsbearbeitung machen?

ralf
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Ungelesener Beitragvon ralf » 11.02.2006, 23:14

Nein – es sei denn, es gäbe eine Maskierfunktion.
Denn es geht ja gerade um patielle Bildbearbeitung.
Alle bearbeitungsmöglichkeiten verändern das komplette bild. Aber sehr oft gibt es einzelne Bereiche, die man gerne verändern würde.
Oft sind die Kontraste zu stark als das man alle Bereiche des Motivs optimal belichten kann. Dann muss man z.B. abgesoffene Bereiche aufhellen und womöglich gut ausgeleutet Bereiche vielleicht sogar etwas abdunkeln.

Roschtatoschta
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Ungelesener Beitragvon Roschtatoschta » 12.02.2006, 11:16

Ich denke du sprichst hier ein interessantes Thema an, nämlich wie ausgereift und speziell die RAW-Tools von Aperture werden dürfen, bevor das "einfach und schnelle" dabei verloren geht.

Ich persönlich denke, dass ein paar fortschrittlichere Tools Aperture ganz gut zu Gesicht stehen würden. Etwas in der Art des LCH-Editor aus Nikon Capture (bei LR das HSL Modul) würde ich mir z.B. noch wünschen.

Am meisten würde ich es aber begrüßen, wenn Aperture eine Plugin-Schnittstelle bekommt, die es ermöglicht, auch für die Bildbearbeitung Plugins zu Laden. Also sowas wie Noise Ninja innerhalb von Aperture. Mal sehen ob sowas kommt - hoffentlich macht LR da genug Druck, denn dort wird das "offene System" ja immer sehr betont.

Bye,

Carsten

tristan
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Ungelesener Beitragvon tristan » 12.02.2006, 13:30

ralf hat geschrieben:Denn es geht ja gerade um patielle Bildbearbeitung.
Alle bearbeitungsmöglichkeiten verändern das komplette bild. Aber sehr oft gibt es einzelne Bereiche, die man gerne verändern würde.
Oft sind die Kontraste zu stark als das man alle Bereiche des Motivs optimal belichten kann. Dann muss man z.B. abgesoffene Bereiche aufhellen und womöglich gut ausgeleutet Bereiche vielleicht sogar etwas abdunkeln.


Hallo ralf

Kennst du eine Website, die sich mit diesem Thema, resp. dieser Bearbeitungsmethode beschäftigt? Würde mich interessieren...

Ich stehe dem ganzen immer ein wenig skeptisch gegenüber, da ich das Gefühl habe, da geht die natürliche "Homogenität" des Bildes ein wenig verloren und es entsteht ein künstlicher Eindruck (also wenn man einzelne Bereiche eines Helligkeitstons noch verändert, ohne den gesamten Bereich zu modifizieren).

Mit was für einer Art Fotografie beschäftigst du dich?

Tristan
(der immer noch gerne etwas dazulernt und by the way keine Erfahrung mit analoger Laborarbeit hat)

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Ungelesener Beitragvon ElGreco » 14.02.2006, 17:04

Dein Einwand ist völlig berechtigt, Ralf. Mir selbst fehlen auch einige Funktionen, die ich täglich brauchen würde. Ganz vorne steht bei mir die Korrektur der Linsenverzerrung – dies im Batch abhängig von der Brennweiteninfo aus den EXIF-Daten, wäre ein absolutes Killer-Verkaufsargument für Aperture.

Die Frage ist nur, wonach Apple beim Implementieren neuer Funktionen richtet. Es macht bestimmt Sinn, häufig verwendete Tätigkeiten aus der analogen Dunkelkammer in Aperture aufzunehmen. Wenn man dann auch noch das Bearbeitungs-Hud nach den eigenen Wünschen anpassen könnte, wäre der eigene professionelle Workflow erfüllt. Ein anderes Kriterium für die Bewertung neuer Funktionen wäre sicher, die häufigsten in der Bildbearbeitung verwendeten Tätigkeiten mit aufzunehmen. Man braucht in Aperture sicherlich keine Ebenen, Pinsel oder andere Malwerkzeuge. Was aber fehlt sind partielles Abwedeln ebenso wie partielles Scharfzeichnen oder die oben beschriebene Korrektur der Linsenverzerrung.

Viele Grüße,
ElGreco

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Ungelesener Beitragvon Roschtatoschta » 14.02.2006, 19:39

Falls Aperture eine vernünftige Plugin Schnittstelle bekommt, kann uns eigentlich egal, welche Tools Apple implementiert. Leider hört man relativ wenig dazu seitens Apple. Adobe stellt die Offenheit LRs ja gerne in den Vordergrund. Ich muss ehrlich zugeben, dass das für mich evtl. am Ende das Zünglein an der Waage werden könnte.

Bye,

Carsten
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Ungelesener Beitragvon tristan » 14.02.2006, 20:33

Ich glaube auch, dass zusätzliche Bearbeitungstools (sowie RAW-Conversion) entscheidend sein werden...

Ich muss sagen, dass einen dieser knallharte Konkurrenzkampf zwischen Lightroom und Aperture auch verunsichern kann - es braucht einige Zeit, um ein Programm kennenzulernen und es jeweils wieder neu zu testen, resp. sich darauf einzulassen...

Lightroom gefällt mir immer besser. Es kommt mir irgendwie "fotographischer" vor... Erinnert irgendwie an ein Labor. Es fällt mir leichter, zwischen Bildern zu wählen, resp. die schlechten zu elminieren...

Die Bearbeitung ist ja auch toll. Andererseits fehlt mir hier wiederum ein Shadow-/Highlights-Tool - denn dieses fand ich in Aperture sehr nützlich...

Wie gesagt, all das kann einen verunsichern...

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Ungelesener Beitragvon Klaus Buschmann » 14.02.2006, 20:56

ElGreco hat geschrieben:Ganz vorne steht bei mir die Korrektur der Linsenverzerrung – dies im Batch abhängig von der Brennweiteninfo aus den EXIF-Daten, wäre ein absolutes Killer-Verkaufsargument für Aperture.
Exakt das vermisse ich auch. So könnte eine ganze Serie in einem Durchlauf kissen- oder tonnenentzerrt werden. Besonders bei den Kameras, die kein Kleinbildformatsensor haben. Denn dort kommen stark weitwinklige Objektive zum Einsatz. Die Verzerrung ist selbst bei hochwertigen Objektiven (sepziell natürlich den weit verbreiteten Zoom-Optiken) klar erkennbar.

tbm
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Re: Abwedeln von Bildern

Ungelesener Beitragvon tbm » 25.05.2006, 15:02

ralf hat geschrieben:Es wundert mich, dass kaum jemand das patielle Abwedeln (Aufhellen oder Abdunkeln der Lichter/Mitteltöne/Tiefen) einzelner Bereiche des Fotos.


Ich finde mit den Advanced Einstellungen des Highlight/Shadows Tool kommt man da schon ziemlich weit.

Volker Lannert
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Re: Abwedeln von Bildern

Ungelesener Beitragvon Volker Lannert » 25.05.2006, 19:35

tbm hat geschrieben:
ralf hat geschrieben:Es wundert mich, dass kaum jemand das patielle Abwedeln (Aufhellen oder Abdunkeln der Lichter/Mitteltöne/Tiefen) einzelner Bereiche des Fotos.


Ich finde mit den Advanced Einstellungen des Highlight/Shadows Tool kommt man da schon ziemlich weit.


Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Abwedeln/Nachbelichten sind Techniken die noch aus Dunkelkammertagen Eingang in die digitale Bildverarbeitung gefunden haben und ermöglichen es bestimmte Bildbereiche (z.b. die Ecke unten links, oder ein bestimmtes Detail) heller oder dunkler zu machen und nicht bestimmte Helligkeits- oder Kontrastbereiche.

tbm
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Ungelesener Beitragvon tbm » 25.05.2006, 20:03

schon klar, für sowas muss man halt photoshop einbinden, der workflow ist ja gut gelöst.
für meine begriffe würde das als aperture implementierung zu weit gehen.
mit einem richtigen bildbearbeitungsprogramm kann und will aperture ja gar nicht konkurrieren


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